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SCHUFA-freie Kredite: Abzocke statt Kredit

HYPOFACT rät: „Nehmen Sie sich vor unseriösen Angeboten in Acht, die einen Kredit ohne SCHUFA-Prüfung versprechen!“

Die in dieser Woche vorgestellte Studie „SCHUFA-freie“ Kredite verdeutlicht, dass Kunden, die auf diese Angebote aus Printmedien und Internet eingehen eher Geld verlieren, als tatsächlich einen Kredit ausgezahlt bekommen. Schätzungen zufolge wurden so ca. 394.000 Privatpersonen pro Jahr Opfer eines Kreditvermittlungsbetruges.

Die Ergebnisse dieser Studie, die von Schuldnerberater Christian Maltry vom Landratsamt Main-Spessart sowie Prof. Dr. Hugo Grote, Experte für Wirtschaftsrecht an der Universität Koblenz  erstellt wurde, sind eindeutig: Bei 177 Testanfragen an 69 Anbieter wäre es nur in zwei Fällen zu einer Kreditvergabe gekommen (Vermittlungsquote von knapp 1 Prozent).

„In diesen seltenen Fällen waren die Kredite teils sittenwidrig überteuert. Statt der zum Testzeitpunkt marktüblichen acht Prozent wurde ein effektiver Jahreszins von bis zu 25,5 Prozent veranschlagt”, erläutert Maltry.

Kreditsuchende werden zur Kasse gebeten

Stattdessen werden für fast alle „SCHUFA-freien“ Kreditangebote teure Vorabgebühren von bis zu 400 Euro verlangt. Auch werden sinnlose Beratungsverträge (oft ein 12 Monatsabo) verkauft und nutzlose Versicherungen angeboten. Des Weiteren hat sich herausgestellt, dass Anbieter von Krediten ohne Bonitätsprüfungen auch eher an den Adressen der Kunden interessiert sind, die dann weiterverkauft werden.

Das Fazit von Schuldnerberater Maltry fällt daher auch klar aus: „Wie bereits bei der ersten Studie im Jahr 2007 zeigt sich, dass die Angebote für „SCHUFA-freie“ Kredite die Menschen meist noch tiefer in die Schuldenfalle führen.“

Neben der Studie möchte auch die HYPOFACT AG darauf hinweisen, dass es keine seriösen Kredite ohne vorherige Prüfung der Bonität gibt. Diese Lüge wird in den AGBs dieser Anbieter im Kleingedruckten oft wieder einkassiert. Die Anbieter holen zwar keine SCHUFA-Auskunft ein, wohl aber die Banken, bei denen die Anbieter für die Kunden anfragen. Deshalb bekommen Kunden auch bei diesen Anbietern überwiegend eine Absage, müssen aber teure Gebühren an die diese unseriösen Anbieter zahlen.

Oft werden die Anfragenden über ihre tatsächlichen Vermittlungschancen. Mit „Antragsannahmen“, „positiven Vorprüfungen“ und ähnlichen Formulierungen erwecken sie den Eindruck einer demnächst erfolgenden Kreditauszahlung, um die Kreditsuchenden zum Abschluss diverser Zusatzverträge (Beraterverträge + Versicherungen) zu verleiten.

Indizien für unseriöse Angebote sind:

  • Vorabgebühren werden erhoben und Vertragsunterlagen per Nachname verschickt
  • Unsinnige Versicherungen bzw. (gefährliche) Beteiligungen werden angeboten
  • Sinnlose Beratungsverträge werden verkauft
  • Auslagen werden geltend gemacht, jedoch nicht nachgewiesen
  • Teure Beratungshotlines müssen genutzt werden
  • Unnötige und teure Hausbesuche werden angeboten
  • Kreditsuchende werden mit Finanzierungsangeboten getäuscht
  • Überschuldeten wird eine Insolvenzberatung durch nicht befugte Anbieter versprochen

Hier finden Sie auch ein Informations-Video zum Thema “SCHUFA-freie” Kredite

Foto: © Michael Staudinger /pixelio.de